AfD plant umfangreiche Personalwechsel in Sachsen-Anhalts Landesverwaltung
Im Falle eines Wahlsiegs der AfD in Sachsen-Anhalt könnte ein erheblicher Teil der Beamtenschaft in der Landesverwaltung seinen Arbeitsplatz verlieren. Dies berichtet die Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Freitagausgabe. Nach Informationen der Zeitung plant die rechtsextreme Partei, nach der Landtagswahl im September zwischen 150 und 200 Stellen neu zu besetzen.
Personalumbau auch auf mittlerer Führungsebene
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund erläuterte, dass es nicht nur um Positionen für Minister, Staatssekretäre und deren Stäbe gehe, sondern auch um Leitungsfunktionen auf der Arbeitsebene der Ministerien sowie Führungspositionen in weiteren Behörden des Landes. Ziel sei es, sicherzustellen, dass die Regierungspolitik der AfD nicht durch den bestehenden Beamtenapparat blockiert werde.
Siegmund betonte, dass seiner Erfahrung nach viele Abteilungs- und Referatsleiter in den Ministerien verlässlich seien. Dennoch seien Maßnahmen notwendig, falls es zu aktiven Behinderungen ihrer Arbeit komme. Er unterstrich zudem, dass große Teile der mittleren Verwaltungsebene nicht politisch besetzt seien und grundsätzlich allen politischen Richtungen offen gegenübergestanden werde.
Auswirkungen auch auf landeseigene Unternehmen
Die geplanten Veränderungen beschränken sich nicht auf die Ministerien. Siegmund erklärte, dass auch landeseigene Gesellschaften im Fokus stünden. Als Beispiel nannte er die Landesenergieagentur, deren Abschaffung angestrebt werde.
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