Alexander Klaws fordert eine Rückkehr zu einer gesunden Diskussionskultur

Alexander Klaws kritisiert fehlende Diskussionskultur in der Gesellschaft

Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) äußert Alexander Klaws seine Besorgnis über den Rückgang einer gesunden Diskussionskultur in der heutigen Gesellschaft. Der Schauspieler, Sänger und Musicaldarsteller betont, dass der Schlüssel zu einem funktionierenden Miteinander darin liege, unterschiedliche Meinungen und Ansichten zu akzeptieren. Seiner Ansicht nach sei diese Akzeptanz insbesondere während der Corona-Pandemie verloren gegangen.

Kritik an Karl-May-Spielen und kultureller Aneignung

Klaws bezieht sich dabei konkret auf die Debatte um kulturelle Aneignung und die damit verbundenen Vorwürfe des Rassismus gegenüber den Werken von Karl May. In diesem Sommer übernimmt er zum sechsten Mal die Rolle des Winnetou bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein). Die Kritik an der Inszenierung weist er zurück und erklärt: „Wenn jemand der Meinung ist, dass unsere Arbeit kulturelle Aneignung darstellt, kann er diese Ansicht gerne vertreten.“

Bedeutung der Karl-May-Werke bleibt bestehen

Für Klaws hat die Botschaft, die Karl May in seinen Geschichten vermittelt, weiterhin große Relevanz und sei aktueller denn je. Er unterstreicht, dass das Thema kein Verfallsdatum habe. Die früheren Winnetou-Darsteller Pierre Brice und Gojko Mitić hätten mit ihren Interpretationen bleibende Eindrücke hinterlassen. Klaws spürt, dass die Figur Winnetou für viele Menschen eine besondere Bedeutung besitzt.

Vor diesem Hintergrund kann er sich vorstellen, die Rolle des Winnetou bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg mit einem symbolischen Bühnentod zu verabschieden: „Jede legendäre Geschichte verdient ein legendäres Ende. Würde man sich diesen Moment nehmen lassen, würde der Rolle etwas fehlen.“

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