Daniel Brühl über seine Rolle als Lord Voldemort im neuen „Harry Potter“-Hörspiel
Der Schauspieler Daniel Brühl (48) hat in einer aktuellen Hörspielproduktion zu „Harry Potter“ die Rolle des Lord Voldemort übernommen. Dabei stieß er bei der Gestaltung seiner Stimme auf unerwartete Herausforderungen. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ schilderte Brühl, wie er seine Stimme zunächst stark verfremdete, um einen schlangenähnlichen Klang zu erzeugen. Die Regie kommentierte daraufhin, dass er eher wie Gollum aus „Der Herr der Ringe“ klinge, was Brühl zunächst als Beleidigung empfand. Nach eigener Aussage musste er jedoch einräumen, dass die Ähnlichkeit tatsächlich vorhanden sei.
Die Suche nach der passenden Stimme
Brühl beschrieb die Schwierigkeit, die richtige Tonlage für den dunklen Lord zu finden, insbesondere da J. K. Rowling in den Büchern genaue Vorgaben macht. Voldemort werde als schlangenhaft und zischend charakterisiert. Brühl versuchte, eine bedrohliche, nasale Stimme in hoher Tonlage zu entwickeln, ohne dabei ins Karikaturhafte abzurutschen. Zudem sei es notwendig gewesen, sich von den bekannten Interpretationen durch Rufus Beck und Ralph Fiennes zu lösen, um eine eigene Interpretation zu schaffen.
Begegnung mit dem englischen Synchronsprecher
Während der Dreharbeiten zu einer John-le-Carré-Serie in Prag traf Brühl auf Matthew Macfadyen, der in der englischen Hörspielversion die Stimme von Voldemort übernimmt. Die beiden Schauspieler scherzten darüber, dass sie beide den gleichen Bösewicht verkörpern und sprachen fortan in einer hohen, fiepsigen Stimme miteinander.
Persönliche Parallelen zu Voldemort
Brühl sieht in seiner eigenen Persönlichkeit gewisse Ähnlichkeiten mit Voldemorts Zerrissenheit, der seine Seele auf mehrere magische Objekte verteilt. Früher habe er großen Wert darauf gelegt, dass es allen gut gehe und suchte das Gemeinschaftsgefühl. Mittlerweile trenne er seine Beziehungen klarer und verhalte sich in verschiedenen sozialen Kontexten unterschiedlich. Er habe auch bereits Beziehungen beendet und empfinde diesen Prozess als Teil des Älterwerdens, der ihm persönlich zugutekommt.
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