Frieden im Nahostkonflikt: Herausforderungen und Perspektiven
Die Entwaffnung der Hamas setzt entweder eine dauerhaft von einer überlegenen Macht durchgesetzte Friedensordnung voraus – vergleichbar mit der Situation Deutschlands nach 1945 – oder die verfeindeten Parteien müssen sich aktiv um Versöhnung bemühen, wie es in Ruanda und Südafrika zumindest teilweise gelungen ist. Für Gaza trifft jedoch keine dieser Voraussetzungen zu, da sowohl die Hamas als auch der Islamische Dschihad ausschließlich durch Gewalt ihre Existenz sichern.
Die Situation im Nahen Osten ist geprägt von einer Tragik, da rechtsextreme Kräfte in Israel ausgerechnet solche Gruppierungen als Vorbilder gewählt haben. Dennoch hat Israel immer wieder Signale ausgesendet, die auf eine Bereitschaft zum Frieden hindeuten – man denke an die historischen Schritte von Rabin und Arafat. Das Land besitzt das Potenzial, sich von seinen radikalen Elementen zu befreien.
Gleichzeitig hat die 78-jährige Nakba eine palästinensische Gesellschaft hervorgebracht, in der Radikalisierung leicht Fuß fassen kann. Vor diesem Hintergrund ist ein Waffenruheabkommen kaum belastbar und besitzt nur geringe Aussicht auf nachhaltige Wirkung.
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