Herausforderungen bei der Durchsetzung des Alkoholverbots an Bahnhöfen

Alkoholverbot an Bahnhöfen: Umsetzung und Herausforderungen

Das geplante Alkoholverbot an Bahnhöfen wird voraussichtlich nicht zu einer Reduzierung des Alkoholkonsums führen, sondern diesen lediglich an andere Orte verlagern. Die Durchsetzung des Verbots gestaltet sich zudem als äußerst schwierig.

Schwierigkeiten bei der Kontrolle

Insbesondere bei größeren Gruppen, etwa Fußballfans auf dem Weg zum Stadion, wäre ein umfassender Polizeieinsatz notwendig, um den Alkoholkonsum zu unterbinden. Ein solcher Einsatz erfordert jedoch eine personelle Stärke, die der Bundespolizei derzeit nicht zur Verfügung steht. Auch Bundesinnenminister Dobrindt äußert sich diesbezüglich mit Vorbehalten.

Bei einzelnen Personen ist die Kontrolle ebenfalls kompliziert. Um eine effektive Überwachung zu gewährleisten, müssten an nahezu allen 5.400 Bahnhöfen rund um die Uhr Sicherheitskräfte oder Polizisten präsent sein. Dies ist personell kaum realisierbar.

Begrenzte Wirkung des Verbots

Darüber hinaus verhindert das Verbot nicht, dass bereits betrunkene Personen die Bahnhöfe betreten. Somit bleibt die Problematik des Alkoholkonsums in der Nähe von Bahnhöfen weiterhin bestehen, auch wenn das Trinken an den Bahnhöfen selbst untersagt wird.

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