Sanierung des Salzbergwerks Teutschenthal wird für Sachsen-Anhalt teurer
Halle. Die Kosten für die Altlastensanierung des ehemaligen Salzbergwerks Teutschenthal steigen deutlich an. Für die Sicherung, Gefahrenabwehr und Stilllegung der untertägigen Deponie sind bis zum Jahr 2037 Ausgaben in Höhe von rund 160,3 Millionen Euro vorgesehen. Dies geht aus einem Schreiben der Wirtschafts- und Finanzministerien Sachsen-Anhalts hervor, das der Mitteldeutschen Zeitung (Ausgabe Samstag) vorliegt.
Übernahme der Verantwortung durch das Land
Grund für die Kostensteigerung ist die Insolvenz der Betreibergesellschaft GTS Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH. Da eine Suche nach Investoren erfolglos blieb, wird das Land Sachsen-Anhalt die Verantwortung für das Bergwerk mittels Ersatzvornahme übernehmen. Als neuer Betreiber ist die landeseigene Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft (MDSE) vorgesehen.
Risiken bei ungeplanter Stilllegung
Das Ministerium weist in dem Schreiben auf erhebliche Gefahren hin, die bei einer ungeplanten Stilllegung entstehen könnten. In den Hohlräumen des Bergwerks lagern Millionen Tonnen Industrieabfälle, vor allem Filterstäube aus Müllverbrennungsanlagen. Ein Ausfall der Belüftung könnte zur Entstehung giftiger oder explosiver Gase führen. Zudem besteht die Gefahr, dass eindringendes Wasser Schadstoffe freisetzt. Deshalb soll die Sanierung und der sichere Verschluss der Anlage über einen längeren Zeitraum fortgesetzt werden.
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