Insolventer Autozulieferer Bohai aus Harzgerode sucht weiterhin nach Lösung
Halle. Für den insolventen Autozulieferer Bohai aus Harzgerode gibt es trotz eines Interessenten noch keine endgültige Lösung. Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann berichtete der Mitteldeutschen Zeitung (Ausgabe Mittwoch), dass er mit einem namhaften Investor in Verhandlungen stehe, der bereits ein Angebot unterbreitet habe. Bei dem potenziellen Käufer handelt es sich um ein industrielles Unternehmen, das bereits mehrere Zulieferer übernommen hat. Der Name des Unternehmens wurde von Spiekermann nicht genannt. Diese Informationen gab der Insolvenzverwalter auch auf einer Versammlung der Belegschaft in Harzgerode bekannt.
Herausforderungen bei der Produktion und Auslastung
Ein zentrales Problem besteht darin, dass die Produktion in Harzgerode selbst mit dem neuen Investor noch zu kostenintensiv ist. Daher führt Spiekermann derzeit Gespräche mit einem weiteren potenziellen Großkunden, um die Auslastung des Standorts zu erhöhen. Bisher ist Bohai stark von Aufträgen des Volkswagen-Konzerns abhängig. Zukünftig soll die Produktion verstärkt auf andere Automobilhersteller und Branchen ausgeweitet werden. Eine höhere Auslastung würde es ermöglichen, den Kunden günstigere Konditionen anzubieten.
Unterstützung durch Volkswagen
Volkswagen begleitet den Restrukturierungsprozess und übernimmt seit der Insolvenz die anfallenden Verluste von Bohai. Nach Angaben von Spiekermann wurde die Verlustübernahme bis zum 31. Dezember 2026 verlängert.
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