Atomkraft im Rückzug: Globale Energiewende setzt auf erneuerbare Energien

Atomkraft weltweit auf 45-Jahres-Tief trotz leichter Produktionssteigerung

Berlin (ots) – Eine Überprüfung des aktuellen Trends zur vermeintlichen Wiederbelebung der Kernenergie zeigt ein eindeutiges Bild: Trotz einer moderaten Zunahme der nuklearen Stromerzeugung ist der Anteil von Atomstrom am weltweiten Energiemix auf nur noch 8,8 Prozent gesunken – der niedrigste Wert seit 45 Jahren. Dies verdeutlicht, dass die Kernenergie weder mit dem rasanten Wachstum des globalen Strombedarfs noch mit dem Ausbau erneuerbarer Energien mithalten kann.

Atomkraft als Staatsprojekt in China und Russland

Der jüngste Statusbericht macht deutlich, dass die Atomkraft im Jahr 2026 vor allem ein staatlich getriebenes Vorhaben in China und Russland bleibt. Neubauprojekte sind aufgrund stark steigender Kosten und langwieriger Verzögerungen für private Investoren kaum noch wirtschaftlich realisierbar. Eine Fokussierung auf Kernenergie birgt somit erhebliche finanzielle Risiken und führt zu einer technologischen sowie ökonomischen Abhängigkeit von diesen beiden Ländern.

Ökonomische Faktoren dominieren Ablehnung der Kernenergie

Im Gegensatz zu früheren Zeiten sind es heute weniger Sicherheitsbedenken oder ungelöste Entsorgungsfragen, die gegen die Atomkraft sprechen, sondern vor allem wirtschaftliche Überlegungen. Während die Kosten für Solarenergie in den vergangenen 15 Jahren um über 80 Prozent gesunken sind, sind die Erzeugungskosten für Atomstrom im gleichen Zeitraum um etwa 75 Prozent gestiegen. Der erstmalige Überholvorteil von Solarstrom gegenüber Atomstrom markiert daher einen entscheidenden Wendepunkt. Erneuerbare Energieanlagen sind schneller errichtet, günstiger im Betrieb und durch Großspeicher zunehmend in der Lage, Netzstabilität zu gewährleisten.

Globale Energiewende und die Rolle der Kernenergie

Die vorliegenden Daten bestätigen, dass die weltweite Energiewende bereits entschieden ist. Der Ausbau der Atomkraft erfolgt zu langsam und ist zu kostenintensiv, um eine wesentliche Rolle im schnellen Klimaschutz einzunehmen. Außerhalb Chinas bleibt die Kernenergie eine Nischentechnologie, wobei die vermeintliche Renaissance hauptsächlich auf Laufzeitverlängerungen bestehender Reaktoren zurückzuführen ist.

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