EZB erhöht Leitzinsen trotz angespannter wirtschaftlicher Lage
Frankfurt (ots) – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Einlagensatz, den Geschäftsbanken für geparktes Geld bei der EZB erhalten, von bisher zwei Prozent auf 2,25 Prozent angehoben. Diese Entscheidung fiel entgegen der ursprünglichen Erwartung, dass die Zinsen bis 2027 auf dem niedrigen Niveau verbleiben würden, um die Konjunktur zu stützen.
Die Erhöhung erfolgt vor dem Hintergrund gestiegener Inflationsraten, die seit Ausbruch des Iran-Kriegs durch stark verteuerte Öl- und Gaspreise auf rund drei Prozent in der Eurozone angestiegen sind. Die EZB reagiert damit auf externe Preisschocks, obwohl die Wirksamkeit von Zinserhöhungen in solchen Fällen umstritten ist.
Konjunkturelle Auswirkungen und Prioritäten der EZB
- Die Zinserhöhung zielt darauf ab, die Inflation einzudämmen, obwohl dies die wirtschaftliche Nachfrage dämpfen könnte.
- Eine Abschwächung der Nachfrage wäre angesichts der aktuellen Konjunkturlage jedoch problematisch.
- Die EZB hat dennoch die Bekämpfung der Inflation als vorrangiges Ziel definiert.
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell

