EZB erhöht Leitzinsen trotz unsicherer Konjunkturaussichten

EZB erhöht Leitzinsen trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten

Frankfurt (ots) – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat entgegen der ursprünglichen Erwartungen den Einlagensatz leicht angehoben. Seit Juni 2025 lag der Zinssatz bei zwei Prozent, um die Konjunktur in der Eurozone zu stützen und die Inflation zu bekämpfen. Diese niedrige Zinsphase sollte bis 2027 anhalten, um eine wirtschaftliche Erholung zu ermöglichen.

Die jüngste Entscheidung des EZB-Rats sieht nun eine Erhöhung des Einlagensatzes auf 2,25 Prozent vor. Hintergrund ist der Anstieg der Inflationsrate auf drei Prozent, der maßgeblich durch die gestiegenen Preise für Öl und Gas infolge des Iran-Kriegs verursacht wurde.

Diskussion um Wirksamkeit der Zinserhöhung

Die Maßnahme ist innerhalb der Fachwelt umstritten. Experten weisen darauf hin, dass Zinserhöhungen wenig Einfluss auf externe Preisschocks haben, wie sie derzeit durch die Energiepreise entstehen. Zudem könnte eine Dämpfung der Nachfrage, die eigentlich durch höhere Zinsen erreicht werden soll, der Konjunktur in der aktuellen Lage schaden.

Die EZB hat dennoch die Bekämpfung der Inflation als vorrangiges Ziel definiert und sich für den Zinsschritt entschieden.

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