Flexible Arbeitszeitmodelle im Fokus der Reformdebatte

Debatte um Arbeitszeitgesetz: ZDH-Präsident fordert Testphase für flexible Wochenarbeitszeit

Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), plädiert für eine mehrjährige Erprobung einer flexiblen Wochenarbeitszeit. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) erklärte Dittrich, es solle ausprobiert werden, die Wochenhöchstarbeitszeit flexibler zu gestalten. Sollte sich nach zwei oder drei Jahren herausstellen, dass negative Effekte auftreten, könnten entsprechende Anpassungen vorgenommen werden.

Dittrich räumte ein, dass der Acht-Stunden-Arbeitstag für Gewerkschaften eine historische Bedeutung habe. Dennoch sei dieses starre Modell in der heutigen Arbeitswelt nicht mehr zeitgemäß. Er betonte, dass ein Festhalten am Status quo keine Option sei, wenn dadurch Arbeitsplätze gefährdet würden.

Hintergrund der Diskussion

Die politische Debatte dreht sich um eine Reform des Arbeitszeitgesetzes, die im Koalitionsvertrag verankert ist. Dabei soll die tägliche Höchstarbeitszeit zugunsten einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit flexibilisiert werden. Arbeitgeberverbände sehen in der Neuregelung eine Chance, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Demgegenüber lehnen Gewerkschaften, darunter ver.di-Chef Frank Werneke, die geplanten Änderungen ab und warnen vor einer möglichen Überlastung der Beschäftigten.

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