Keine öffentliche Versöhnung zwischen Ildikó von Kürthy und Denis Scheck
Osnabrück (ots)
Die Schriftstellerin Ildikó von Kürthy hat eine öffentliche Aussöhnung mit dem ARD-Literaturkritiker Denis Scheck nach deren Auseinandersetzung über ihr aktuelles Buch abgelehnt. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) erklärte sie, dass sie zwar kurzzeitig darüber nachgedacht habe, sich mit Scheck zu versöhnen. Allerdings habe die Debatte ihr so viel Kraft geraubt, da sie viel negative Kritik über sich selbst und auch über Scheck lesen musste, dass sie dieses Thema nicht weiter aufgreifen möchte.
Im Frühjahr 2026 hatte Denis Scheck von Kürthys Roman „Alt genug“ in seiner Sendung „Druckfrisch“ scharf kritisiert, was eine bundesweite Diskussion über Sexismus auslöste.
Unterschiedliche Bewertung von Gewalt
Zur Frage der Bewertung von Gewalt durch Männer und Frauen äußerte sich von Kürthy ebenfalls gegenüber der noz. Sie hält es für gerechtfertigt, bei männlicher und weiblicher Gewalt unterschiedlich zu urteilen, da weibliche Gewalt seltener vorkomme und seltener tödliche Folgen habe. Dennoch betonte sie, dass auch Gewalt von Frauen, wie das Werfen von Tellern oder das Zerstören von Türen, nicht akzeptabel sei.
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