Stuttgart (ots)
Bundestrainer Julian Nagelsmann wirkte zuletzt zunehmend unter Druck, insbesondere aufgrund der undichten Stellen in der Personalpolitik. Die Namen seines WM-Kaders wurden vor der offiziellen Bekanntgabe von verschiedenen Medien veröffentlicht. Dieses Kommunikationsproblem ist nicht allein Nagelsmann anzulasten, vor allem da er zuvor mit den ausgewählten Spielern persönlich Kontakt aufgenommen hatte. Ein weiterer Aspekt ist, dass diese Leaks die geplante DFB-Aktion, bei der die WM-Spieler durch Videobotschaften von Familienangehörigen und Freunden vorgestellt werden sollten, erheblich beeinträchtigten.
Die Vorfälle führen zu einem Vertrauensverlust, der nicht nur den Bundestrainer, sondern auch die Führungsebene des Deutschen Fußball-Bundes betrifft. In den vergangenen Wochen und Tagen war von Seiten des Sportdirektors Rudi Völler, des Geschäftsführers Andreas Rettig und des Präsidenten Bernd Neuendorf kaum etwas zu vernehmen, obwohl es notwendig gewesen wäre, die Kommunikationsstrategie und das Timing im Umfeld der Nationalmannschaft zu verbessern.
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