Korruptionsaffäre in der JVA Willich I: Ermittlungen gegen Vollzugsbeamte wegen Drogenhandels und Bestechlichkeit

Korruptionsverdacht in nordrhein-westfälischer Justizvollzugsanstalt

In Nordrhein-Westfalen wird gegen zwei Justizvollzugsbeamte der JVA Willich I wegen des Verdachts auf Drogenhandel und Bestechlichkeit ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Krefeld führte bereits am 13. Juli Durchsuchungen in Spinden sowie einem Schrank im Abteilungsbüro eines Hafthauses durch. Dabei wurden auch die privaten Wohnräume der Beschuldigten durchsucht, wie eine Sprecherin der Behörde bestätigte.

Informationen an das Justizministerium

Das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen wurde noch am Tag der Durchsuchungen informiert. Die Leiterin der JVA Willich I hatte die zuständige Abteilung IV des Ministeriums, vertreten durch den Gruppenleiter der Abteilung IV C, bereits am 10. Juli 2026 im Vorfeld über die geplanten Maßnahmen in Kenntnis gesetzt. Im Rahmen seiner jüngsten Anhörung im Rechtsausschuss des Landtags erwähnte der Landesjustizminister Benjamin Limbach (Grüne) diesen Fall jedoch nicht.

Handy-Sicherstellungen in der JVA

Zwischen 2023 und 2025 wurden in der JVA Willich I sowie der Zweiganstalt Mönchengladbach insgesamt 187 Mobiltelefone sichergestellt. Für das Jahr 2026 wurden bisher 33 Handys gefunden. Nach Angaben einer Sprecherin des Justizministeriums lässt die Anzahl der sichergestellten Geräte jedoch keine direkten Rückschlüsse auf Korruptionsvorwürfe gegen die Vollzugsbeamten zu.

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