Stiglitz lobt deutsches Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz

Joseph E. Stiglitz bewertet deutsches Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz positiv

Der US-amerikanische Ökonom und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen zur Förderung von Infrastruktur und Klimaschutz als bedeutenden Impuls für das Wirtschaftswachstum eingeschätzt. Im Gespräch mit dem Bremer WESER-KURIER (Dienstagsausgabe) erklärte der Chefökonom der Weltbank, dass die Effekte auf die wirtschaftliche Entwicklung erheblich sein könnten.

Stiglitz verwies darauf, dass die deutsche Infrastruktur einst zu den besten weltweit gehörte, sich jedoch im Laufe der Jahre verschlechtert habe. Dies wirke sich negativ auf die Wirtschaft aus. Zudem betonte er die Notwendigkeit, die Klimaschutzmaßnahmen fortzuführen: „Die Energiewende ist essenziell, nicht nur zum Schutz des Planeten, sondern auch, weil sie die Produktivität steigert.“

Kritik an der US-Wirtschaftspolitik unter Trump

Der 83-jährige Wirtschaftsexperte äußerte scharfe Kritik an der Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung. Er bezeichnete das Wachstum der US-Wirtschaft als unausgewogen und nicht nachhaltig. Laut Stiglitz seien sowohl die Anzahl der Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe als auch die ausländischen Investitionen in den USA zurückgegangen. Außerdem beschrieb er die Lage auf dem Arbeitsmarkt als schwach.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Kritik war die zunehmende Schwächung der Mittelschicht in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahrzehnten. Zudem bezeichnete Stiglitz den Krieg im Iran als „wirtschaftliche Katastrophe“, da die dadurch steigenden Ölpreise die Inflation zusätzlich anheizten.

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Originalmeldung: Weser-Kurier, bereitgestellt durch news aktuell