Schienennetz überlastet: Verlagerung von Gütern vom Schiff auf die Bahn derzeit nicht realistisch
Straubing (ots)
Die kurzfristige Umstellung des Gütertransports vom Wasserweg auf die Schiene gestaltet sich als kaum umsetzbar. Das deutsche Schienennetz ist stark ausgelastet und zusätzlich durch zahlreiche Baustellen in seiner Kapazität eingeschränkt. Darüber hinaus fehlen sowohl die erforderliche Spezialausrüstung als auch qualifiziertes Personal, um die vom Schiff kommenden Massengüter auf die Bahn zu verlagern.
Für den Klimaschutz stellt sich somit der Straßentransport als einzige verbleibende Alternative dar. Diese Lösung ist jedoch problematisch: Ein Binnenschiff ersetzt zwischen 60 und 280 Lkw-Ladungen. Zudem besteht ein erheblicher Fahrermangel von rund 100.000 Lastwagenfahrern, was die Situation weiter verschärft.
Vor diesem Hintergrund wird die Verlagerungspolitik vielfach als symbolisch und wenig praktikabel eingeschätzt.
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