Warnung vor Deindustrialisierung in Deutschland
Der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall warnt vor einer fortschreitenden Deindustrialisierung in Deutschland aufgrund des anhaltenden Rückgangs von Industriearbeitsplätzen. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, äußerte sich gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) besorgt über den schleichenden Verlust industrieller Substanz im Land.
Ursachen und Folgen des Arbeitsplatzabbaus
Schmidt erklärte, dass fehlende Investitionen, die Reduzierung von Produktionskapazitäten sowie das Nichtbesetzen freigewordener Stellen die Grundlage für zukünftige Arbeitsplatzverluste bilden. Um dem entgegenzuwirken, müssten Unternehmen wieder vermehrt Anreize erhalten, in Deutschland und speziell in Niedersachsen zu investieren. Er unterstrich das Prinzip: Arbeitsplätze folgen den Investitionen.
Forderungen zur Stärkung des Industriestandorts
- Wettbewerbsfähige Energiepreise
- Abbau von Bürokratie
- Beschleunigte Genehmigungsverfahren
- Technologieoffenheit bei der Dekarbonisierung
- Verlässliche politische Rahmenbedingungen für Investitionen
Nur durch diese Maßnahmen könne die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts verbessert und der Erhalt von Industriearbeitsplätzen gesichert werden.
Aktuelle Zahlen zur Beschäftigung im produzierenden Gewerbe
Die Warnungen basieren auf einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt wurde. Demnach ist die Zahl der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gesunken. Aktuell sind noch 6,6 Millionen Menschen in der Industrie tätig. Der Rückgang resultiert vor allem daraus, dass frei gewordene Stellen nicht wieder besetzt werden.
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