Grünen-Chef Banaszak fordert Schutz von Arbeitsplätzen bei VW
Osnabrück (ots)
Vor der wichtigen Aufsichtsratssitzung von Volkswagen am kommenden Freitag in Wolfsburg richtet Felix Banaszak, Co-Vorsitzender der Grünen, einen dringenden Appell an die Führung des Konzerns. Er fordert, dass sowohl die Produktionsstandorte als auch die Arbeitsplätze in Deutschland erhalten bleiben. Zudem spricht er sich gegen die Auszahlung von Boni an die Vorstände aus.
Appell zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Investitionen
In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ betonte Banaszak, die Konzernleitung solle den geplanten Stellenabbau und Standortschließungen vorerst stoppen. Er kritisierte den harten Kurs gegenüber den Beschäftigten als nicht akzeptabel und unterstrich die Verantwortung von Volkswagen gegenüber seinen Mitarbeitern. Der Konzern plant, in Deutschland Zehntausende Stellen zu streichen und einige Werke zu schließen.
Banaszak fordert, alle Anstrengungen zu unternehmen, um Arbeitsplätze und Produktionsstätten zu erhalten sowie finanzielle Mittel innerhalb des Unternehmens zu investieren. Er sieht die zukünftige Wertschöpfung vor allem in der Entwicklung und Produktion von Batterien, in attraktiven und erschwinglichen Elektrofahrzeugen sowie in innovativen Mobilitätslösungen wie autonomen Minibussen für ländliche Regionen. Das Management müsse jetzt konkrete Zukunftskonzepte vorlegen. Zudem sei es geboten, in der aktuellen Krise auf Bonuszahlungen und übermäßige Dividenden zugunsten der Beschäftigten zu verzichten.
Herausforderungen für die deutsche Automobilindustrie
Banaszak bewertet die Lage der deutschen Autoindustrie als existenzbedrohend. Er verweist darauf, dass China im Bereich der Elektromobilität technologisch führend sei und Europa mit Dumpingimporten überschwemme. Von der Bundesregierung erwartet er eine ernsthafte und pragmatische Politik statt einer ideologisch geprägten Verteidigung des Verbrennungsmotors. Kritisch äußerte er sich insbesondere gegenüber Akteuren aus Bayern, die weiterhin auf Benzin- und Dieselfahrzeuge setzen. Diese Politik müsse seiner Ansicht nach beendet werden.
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