BR-Informationsdirektor bekennt sich zu einseitiger Nahost-Berichterstattung
Berlin (ots)
Thomas Hinrichs, Informationsdirektor des Bayerischen Rundfunks (BR), hat bei einer Diskussionsveranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin ein klares Bekenntnis zu einer einseitigen Berichterstattung über den Nahostkonflikt abgegeben. Die Tageszeitung „nd.DerTag“ berichtete exklusiv über die Veranstaltung mit dem Thema „Antisemitismus und Israelberichterstattung in den Medien“. Hinrichs betonte, dass das Bekenntnis zur deutschen Staatsräson eine Grundvoraussetzung für die Berichterstattung aus Israel sei.
Persönliche Verbundenheit und redaktionelle Einflussnahme
Auf dem Podium äußerte Hinrichs seine persönliche Nähe zu Israel und stellte sich als Verantwortlicher für die Auslandsberichterstattung der ARD aus Tel Aviv, Teheran und Istanbul vor. Er erklärte, dass er als Informationsdirektor auch redaktionelle Abläufe beeinflusse, um bestimmte Sichtweisen stärker zu berücksichtigen.
Kontroverse Aussagen zum Gaza-Konflikt
Im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg behauptete Hinrichs ohne Nachweise, dass Kinder gezielt an Orten mit Waffen positioniert würden, um deren Tod zu provozieren und anschließend Mitleid zu erzeugen. Er sagte: „Die platzieren Kinder dort, wo Waffen sind, damit diese Kinder getötet werden und man dann sagen kann: Schaut mal, die armen Kinder! Das ist Tatsache.“ Seiner Ansicht nach müsse dieses Narrativ insbesondere in mitteleuropäischen Köpfen verankert werden.
Teilnehmerkreis und Förderung
Die Veranstaltung wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert, die Bundesmittel erhält. Neben Hinrichs nahmen unter anderem der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sowie Vertreter konservativer Medien teil.
Aktualisierung 16.05.26: In einer früheren Version wurde fälschlicherweise angegeben, die Veranstaltung sei mit Bundesmitteln gefördert – korrekt ist, dass dies nur auf die Stiftung zutrifft.
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