Osnabrück (ots)
Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), fordert anlässlich des Starts der neuen Grundsicherung und des Bürgergelds eine konsequente Anwendung der gesetzlichen Vorgaben durch die Jobcenter. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ betonte Kampeter: „Die verschärften Mitwirkungspflichten, die effektiven Sanktionen sowie der Vorrang der Vermittlung müssen strikt umgesetzt werden. Es genügt nicht, diese Regelungen lediglich gesetzlich zu verankern – die Jobcenter müssen sie im Alltag auch tatsächlich anwenden.“
Grundsätzlich befürwortet der BDA-Chef den zum 1. Juli erfolgten Wechsel. Für die Unternehmen sei es entscheidend, dass mehr Menschen schneller und dauerhaft in Beschäftigung gebracht werden. „Der Erfolg des Systemwechsels wird daran gemessen, wie gut der Fokus wieder auf Vermittlung, Mitwirkung und Arbeitsaufnahme gelegt wird“, erklärte Kampeter gegenüber der noz.
Nach Ansicht Kampeters stellt die neue Grundsicherung den Auftakt zu einer umfassenden Reform des Sozialstaats dar. „Weitere Reformschritte sind notwendig“, so seine Forderung. Insbesondere müsse die Verzahnung zwischen Grundsicherung und Erwerbssystem verbessert werden. „Erwerbsarbeit muss sich zunehmend mehr lohnen als der Bezug von Sozialleistungen – insbesondere bei Vollzeitbeschäftigung.“
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