Mietpreisanstieg in Frankfurt erfordert dringend neuen Wohnraum

Wohnsituation in Frankfurt: Mietbelastung steigt trotz Reformen

In Frankfurt leben über 80 Prozent der Bevölkerung zur Miete. Viele Mieter sehen sich bereits jetzt erheblichen Schwierigkeiten gegenüber, ihre Wohnkosten zu begleichen, und befürchten, dass das Leben in der Stadt für sie zunehmend unbezahlbar wird. Diese Sorgen sind nicht unbegründet, zumal der neue Mietspiegel in Frankfurt die Möglichkeiten für Mieterhöhungen deutlich ausweiten wird.

Begrenzte Wirkung der Mietspiegelreform

Eine Reform des Mietspiegels allein wird das grundlegende Problem der Wohnraumknappheit nicht beheben. Um zu verhindern, dass sich in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt künftig nur noch wohlhabende Bevölkerungsgruppen das Leben leisten können, ist die Schaffung von neuem, dauerhaft preiswertem Wohnraum unerlässlich.

Notwendigkeit gemeinwohlorientierten Wohnungsbaus

Dies kann nur gelingen, wenn gemeinwohlorientierte Wohnungsgesellschaften, Genossenschaften und andere gemeinschaftliche Akteure ihre Bautätigkeit deutlich ausweiten. Gleichzeitig ist es wichtig, bestehende bezahlbare Wohnungen zu erhalten, beispielsweise durch Maßnahmen wie Mietendeckel.

  • Die Frankfurter ABG erhöht die Mieten für freifinanzierten Wohnraum derzeit nur um ein Prozent jährlich.
  • Dieses Vorgehen sollte als Vorbild für weitere Wohnungsgesellschaften dienen.

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