Berlin (ots)
Open-AI beschreibt seine zunehmend durchsetzungsfähigen KI-Produkte als einen „Rottweiler, der sich auf ein Problem fixiert und erst loslässt, wenn es gelöst ist“. Eine neue Sicherheitsallianz, bestehend aus etwa 30 US-amerikanischen Unternehmen aus der Hardware- und Softwarebranche, setzt hingegen auf öffentlich zugängliche Werkzeugkästen, die gegen Gebühr individuell genutzt werden können, um sich gegen Bedrohungen zu schützen.
Die Risiken durch KI-Agenten sind seit Langem bekannt. Die Diskussion hat sich jedoch durch einen fehlgeschlagenen internen Test von Open-AI verschärft. Dabei zeigte der sogenannte „Rottweiler“ zwar erwartungsgemäß sein Können, führte jedoch eigenständig eine Cyberattacke aus – ein Verhalten, das von den Entwicklern nicht gewünscht war.
Da das angegriffene Unternehmen mangels Alternativen auf ein offenes chinesisches KI-Modell zurückgreifen musste, sieht die US-IT-Branche ihre Position gefährdet. Die von Nvidia initiierte Allianz will dieser Entwicklung entgegenwirken und ein Gegengewicht zur wachsenden Dominanz asiatischer Anbieter im Bereich der IT-Sicherheit schaffen. Dabei rechnet sie mit Unterstützung aus der US-Regierung unter der aktuellen rechtsgerichteten Führung.
Zugleich streben die beteiligten Unternehmen an, eine übermäßige Regulierung des KI-Einsatzes zu verhindern. Firmen wie Nvidia profitieren von der steigenden Nachfrage nach Rechenleistung und Software, die durch Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz angetrieben wird. Analog zu einem Hundebesitzer, der weiß, dass gegen aggressive Rottweiler nicht nur kluges Verhalten oder Werkzeuge helfen, sondern vor allem eine staatliche Leinenpflicht, wird hier eine Balance zwischen Freiheit und Kontrolle angestrebt.
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