Osnabrück (ots)
Julia Verlinden, stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, verlangt eine erneute Sicherheitsüberprüfung der Zusammenarbeit zwischen einem russischen Staatsunternehmen und der Brennelementefabrik ANF in Lingen, die Kernbrennstoffe in Deutschland herstellt. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) betonte sie die Notwendigkeit einer solchen Bewertung.
Angesichts der Anschuldigungen der Bundesregierung, Russland sei für den Sprengstoffanschlag am Flughafen Leipzig verantwortlich, sei es dringend erforderlich, die Risiken der Beteiligung eines russischen Staatskonzerns an der deutschen Kernbrennstoffproduktion neu zu bewerten, erklärte Verlinden gegenüber der noz. Sie kritisierte, dass Mitarbeiter eines Landes, das Deutschland zunehmend hybrid bedrohe, uneingeschränkten Zugang zu einer niedersächsischen Atomanlage haben.
Verlinden sieht in einer bundesweiten Neubewertung der Sicherheitsaspekte die Möglichkeit, die Genehmigung für die Anlage in Lingen anzupassen und den russischen Einfluss zu begrenzen. Zudem unterstrich sie, dass verschärfte Sicherheitsmaßnahmen auch im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit Deutschlands gegenüber europäischen Partnern, insbesondere in Nordeuropa und dem Baltikum, von großer Bedeutung seien.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

