Straubing (ots)
Die aktuellen Zahlen führen bei den Akteuren an den Finanzmärkten zu wachsendem Misstrauen. Dieses äußert sich in steigenden Zinssätzen, die als erhöhte Risikoprämie für Kapitalanlagen in US-Staatsanleihen interpretiert werden können. Für Deutschland ist dies problematisch, da auch hierzulande die Zinsen auf ein langjähriges Hoch geklettert sind. Gleichzeitig nimmt die Staatsverschuldung durch diverse Sonderfonds zu, mit denen die Regierungskoalition die Konjunktur ankurbeln möchte.
Da die steigenden Zinsen ein externes Problem darstellen, das nicht allein durch nationale Maßnahmen behoben werden kann, ist es umso wichtiger, die inländischen Rahmenbedingungen zu verbessern. Insbesondere gilt es, Faktoren zu beseitigen, die das wirtschaftliche Klima belasten und unternehmerisches Handeln erschweren.
Die bevorstehenden Landtagswahlen stellen hierbei eine zusätzliche Herausforderung dar. Unabhängig vom Wahlergebnis muss unmittelbar danach eine Neuausrichtung der Steuer- und Sozialpolitik erfolgen. Nur durch gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen lässt sich der potenzielle Schock durch die Zinssteigerungen abmildern.
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