Straubing (ots)
Die Pflege von Angehörigen leistet einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Pflegesystems und darf nicht zu einer Minderung der Rentenansprüche führen.
Der Bund muss eine stärkere Verantwortung übernehmen: Die Absicherung pflegender Angehöriger ist nicht allein durch die Beitragszahler zu gewährleisten, sondern stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Eine verlässliche, steuerfinanzierte Finanzierung wäre daher sinnvoller als die bisherige Praxis, die auf Schuldenaufnahme und kurzfristige Notmaßnahmen setzt.
Angesichts der steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen aus der Babyboomer-Generation wird sich die Situation künftig weiter verschärfen. Deshalb sollte Minister Linnemann unnötige Ausgaben sowie Doppelstrukturen konsequenter abbauen.
Eine oft diskutierte Pflegevollversicherung stellt keine praktikable Lösung dar, da sie mit hohen Kosten verbunden ist. Entscheidend ist, dass die Koalition zeitnah einen tragfähigen Kompromiss findet, denn Verzögerungen erhöhen die Belastungen für alle Beteiligten.
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