US-Iran-Vereinbarungen: Trumps Einfluss schwindet in einer fragilen Region

Frankfurt (ots)

Bei genauerer Betrachtung der Absichtserklärungen zwischen den USA und dem Iran relativiert sich der von US-Präsident Donald Trump gefeierte Erfolg erheblich. Zwar ist es grundsätzlich positiv, dass die Kampfhandlungen eingestellt wurden und die Straße von Hormus wieder passierbar ist. Gleichwohl bleiben zentrale Fragen, wie die Zukunft des iranischen Atomprogramms, ungelöst und müssen in den kommenden 60 Tagen verhandelt werden.

Die Vereinbarung stellt somit vor allem eine Fortsetzung der bereits seit längerem geführten Gespräche zwischen Washington und Teheran dar. Gleichzeitig hat Trump durch den Konflikt die Position der USA geschwächt. Experten gehen davon aus, dass eine Einigung auch ohne den kostspieligen und zerstörerischen Krieg möglich gewesen wäre.

Darüber hinaus haben sich die Beziehungen zu den Verbündeten in den Golfstaaten sowie zu Israel verschlechtert, während die USA in der Region an Einfluss verlieren könnten. Die ohnehin fragile Lage im Nahen Osten hat sich durch die militärischen Auseinandersetzungen zusätzlich destabilisiert.

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