Verbraucherzentrale warnt vor Preissteigerungen durch geplantes Heizungsgesetz
Der Verbraucherzentralen-Bundesverband (vzbv) äußert Bedenken hinsichtlich der bevorstehenden Reform des Heizungsgesetzes und warnt vor möglichen Erhöhungen bei Gas- und Lebensmittelpreisen infolge der Regierungspläne.
Kritik an Mieterschutz und Energiepreisen
Ramona Pop, Vorsitzende des vzbv, äußerte im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) ihre Sorge, dass Vermieter kostengünstige Gasheizungen installieren könnten, während die Mieter bereits im kommenden Winter mit steigenden Energiekosten konfrontiert würden. Experten verweisen zudem auf die Gefahr weiterer Preissprünge bei Gas, bedingt durch die geplante Anhebung des CO2-Preises und die anhaltende Energiekrise infolge des Nahostkonflikts. Aus Sicht der Verbraucherschützer ist eine Verabschiedung des Gesetzes ohne einen verbesserten Mieterschutz nicht akzeptabel.
Regierungspläne zum Gebäudemodernisierungsgesetz
Die Bundesregierung plant, im Rahmen des Gebäudemodernisierungsgesetzes weiterhin den Einbau neuer Gas- und Ölheizungen zuzulassen. Dabei soll künftig keine Mindestquote von 65 Prozent erneuerbarer Energien mehr vorgeschrieben werden. Stattdessen sind verbindliche Quoten für grüne Brennstoffe wie Biomethan und Wasserstoff vorgesehen, die schrittweise erhöht werden sollen, um die CO2-Emissionen zu reduzieren.
Auswirkungen auf Landwirtschaft und Lebensmittelpreise
Ramona Pop weist zudem auf mögliche negative Folgen für die Landwirtschaft hin: Der großflächige Anbau von Raps und Mais zur Biogasproduktion könnte zu einem intensiven Wettbewerb um landwirtschaftliche Flächen führen. Dies könne zu einem deutlichen Anstieg der Lebensmittelpreise beitragen.
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