AfD-Nachwuchs fordert realistischere Rentenpolitik
Osnabrück (ots)
Jean-Pascal Hohm, Vorsitzender der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland, hat vor dem Bundesparteitag der AfD eine pragmatischere Rentenpolitik eingefordert. Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) äußerte er, dass das im AfD-Programm verankerte Ziel eines Rentenniveaus von 70 Prozent bis 2025 nicht mehr so prominent vertreten werden sollte. Hohm bezeichnete diese Forderung als utopisch und plädierte dafür, realistische Ziele zu formulieren.
Herausforderungen für Rentner mit niedrigen Bezügen
Hohm räumte ein, dass es gegenwärtig schwierig sei, Rentner mit geringen Rentenleistungen ausreichend zu unterstützen. Er verwies jedoch darauf, dass der Sozialstaat vor absoluter Armut schütze. Das Bild des Pfandflaschensammlers sei nicht repräsentativ für die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland.
Vorschläge zur Entlastung des Rentensystems
- Stärkung der privaten und betrieblichen Altersvorsorge
- Einbeziehung von Beamten in das Rentensystem
- Neupriorisierung staatlicher Leistungen
Hohm betonte, dass der Sozialstaat nicht als umfassendes Rundum-sorglos-Paket fortgeführt werden könne. Er sprach sich dafür aus, weniger Mittel für arbeitslose Ausländer bereitzustellen und stattdessen kinderreiche Familien stärker zu fördern. Konkret schlug er vor, Personen mit drei oder mehr Kindern vollständig von der Einkommenssteuer zu befreien. Der 29-Jährige erwartet derzeit mit seiner Frau sein erstes Kind.
Persönlicher Hintergrund
Jean-Pascal Hohm ist Mitglied des Brandenburger Landtags und seit 2025 Vorsitzender der AfD-Nachwuchsorganisation Generation Deutschland. Der brandenburgische Verfassungsschutz stuft ihn als Rechtsextremisten ein.
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