CDU-Spitzenkandidatin Wiebke Winter lehnt Geschlechterfixierung bei Bundespräsidentenwahl ab
Wiebke Winter, die Bremer Spitzenkandidatin der CDU und Mitglied des CDU-Präsidiums, äußerte sich gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) kritisch gegenüber einer Festlegung auf eine weibliche Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Ihrer Ansicht nach sollte die Diskussion nicht auf das Geschlecht oder einzelne Personen fokussiert werden, sondern vielmehr auf das Profil der künftigen Amtsinhaberin oder des Amtsinhabers.
Winter betonte die Bedeutung einer Persönlichkeit, die dem Land eine verbindende Geschichte vermitteln kann, an die die Bevölkerung glauben kann. Dabei sprach sie von einem „Kennedy-Moment“, der wichtiger sei als die Frage nach dem Geschlecht der Kandidatin oder des Kandidaten.
Parteipolitische Positionen zur Kandidatenfrage
- In den letzten Wochen hat die CDU-Führung von der ursprünglichen Absicht Abstand genommen, ausschließlich eine Frau als Kandidatin zu nominieren.
- Die SPD hält weiterhin an der Forderung nach einer weiblichen Besetzung des Bundespräsidentenamts fest.
- Auch die CSU setzt sich für eine Kandidatin ein; als mögliche Bewerberin gilt die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner.
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