Straubing (ots)
Die Bundesregierung zeigt sich in der Klimapolitik seit geraumer Zeit wenig entschlossen. Besonders auffällig ist die Haltung des Bundeskanzlers, der sich trotz der offensichtlichen Folgen des Klimawandels auf europäischer Ebene für eine Abschwächung des geplanten Verbrenner-Verbots einsetzt. Auch sein Besuch Ende August in Hürtgenwald, einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, sorgte für Verwunderung. Dort hatten verheerende Waldbrände gewütet, und der Kanzler reiste ins betroffene Gebiet. Friedrich Merz erklärte: „Wir müssen damit rechnen, dass solche Ereignisse künftig häufiger auftreten – das ist Klimawandel.“ Diese Aussage ist zwar inhaltlich zutreffend, klang jedoch resigniert und ließ den Eindruck entstehen, dass kaum Gegenmaßnahmen ergriffen werden könnten.
Das grundlegende Problem besteht darin, dass die deutsche Politik dem Klimawandel hinterherzuhinken scheint. Obwohl die Möglichkeit besteht, schneller zu handeln, bleibt die Umsetzung von Maßnahmen hinter den Erwartungen zurück.
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