Straubing (ots)
Die häusliche Pflege stellt für den Staat keine kostenfreie Leistung dar. Vor diesem Hintergrund erscheint es für die Regierung verlockend, auch in diesem Bereich Einsparpotenziale zu prüfen. Unter dem Motto „Jetzt müssen alle sparen“ droht jedoch die Gefahr, dass pflegende Angehörige übermäßig belastet werden. Im Vergleich zur stationären Pflege ist die Versorgung zu Hause deutlich kostengünstiger. Daher darf die geplante Pflegereform nicht dazu führen, dass Angehörige, die Pflege leisten, entmutigt werden.
Nina Warken steht vor der Herausforderung, notwendige und zum Teil schwierige Entscheidungen zu treffen. Dabei wird es nicht möglich sein, alle Interessen vollständig zu berücksichtigen. Entscheidend ist jedoch, dass die Maßnahmen nicht kontraproduktiv wirken. Angehörige, die Pflege übernehmen, entlasten den Staat um Milliardenbeträge – eine Rechnung, die von der Koalition offenbar nur ungern offengelegt wird.
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