Osnabrück (ots)
Der Wirtschaftsfachmann Achim Truger sieht Steuererhöhungen als unvermeidlich an, um die gestiegenen Staatsausgaben zu finanzieren. Erste Hinweise darauf seien bereits erkennbar.
Truger erklärte im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz), dass Steueranhebungen mittelfristig unausweichlich seien. „Jeder sollte sich darauf einstellen, dass es nur eine Frage der Zeit ist“, so der Ökonom. Die Diskussion um eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer habe die Regierung bereits angestoßen, sei jedoch auf Ablehnung gestoßen. Besonders für Personen mit geringem und mittlerem Einkommen wäre eine solche Maßnahme ungerecht gewesen.
Die steigenden Ausgaben in den Bereichen Zinsen, Verteidigung und Infrastruktur tragen laut Truger zu der angespannten Haushaltslage bei. Gleichzeitig verzichte die Bundesregierung darauf, die Staatsverschuldung weiter auszubauen. Ohne eine unerwartet positive wirtschaftliche Entwicklung werde die Finanzierungslücke so groß, dass sie letztlich nur durch Steuererhöhungen geschlossen werden könne.
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