Städtetag diskutiert verstärkten Einsatz von Videoüberwachung
Osnabrück (ots) – Angesichts eines zunehmenden Sicherheitsbedürfnisses in der Bevölkerung hält der Deutsche Städtetag eine intensivere Nutzung von Videoüberwachung im öffentlichen Raum für möglich. Burkhard Jung, Präsident des Städtetags, äußerte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz), dass durch mehr Kameras potenziell Straftaten verhindert werden könnten. Gleichzeitig warnte er jedoch vor einer unbedachten Ausweitung der Überwachung.
Bedenken hinsichtlich automatisierter Gesichtserkennung
Der Leipziger Oberbürgermeister, der der SPD angehört, zeigte sich insbesondere kritisch gegenüber dem Einsatz automatischer Gesichtserkennungstechnologien. Er verwies auf datenschutzrechtliche Bedenken und die Gefahr, dass Bürger dadurch zu „gläsernen Menschen“ würden, die jederzeit und überall identifiziert werden könnten – ähnlich wie in China.
Mehr Polizeipräsenz als ergänzende Maßnahme
Um das subjektive Sicherheitsgefühl zu verbessern, fordert der Städtetag zudem eine verstärkte Präsenz der Polizei im öffentlichen Raum. Nach Ansicht von Jung genügt es nicht, wenn Polizeistreifen gelegentlich durch die Innenstädte fahren. Vielmehr sollten Beamte zu Fuß unterwegs sein, um sichtbar und ansprechbar für die Bürger zu sein. Nur so könne den Menschen die Sicherheit vermittelt werden, im Ernstfall geschützt zu sein.
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