ZDH-Präsident fordert zügige Umsetzung flexibler Arbeitszeiten
Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), erwartet vom neuen Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) eine schnelle Realisierung der im Koalitionsvertrag vereinbarten flexiblen Arbeitszeitmodelle. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) kritisierte Dittrich, dass das Arbeitsministerium seit Monaten keine konkreten Entwürfe vorgelegt habe. Die bisherigen Vorschläge entsprächen nicht den Vereinbarungen der Koalition.
Mehr Flexibilität für Betriebe und Beschäftigte gefordert
Dittrich betonte die Notwendigkeit von Vertrauen und Flexibilität im Handwerk. Er stellte klar, dass er den Sozialstaat nicht abbauen wolle, aber Solidarität müsse sich nicht nur auf Menschen mit Arbeitsplatzverlust beschränken. Ebenso wichtig sei die Unterstützung von Unternehmen, die unter erheblichem wirtschaftlichem Druck stehen. Flexible Arbeitszeiten könnten diesen Betrieben helfen, weshalb Dittrich die Bundesregierung aufforderte, entsprechende Modelle schnell zu ermöglichen.
Schlechte Stimmung im Handwerk
Der Geschäftsklimaindex im Handwerk habe im ersten Halbjahr fast das Niveau der Corona-Pandemie erreicht, was auf eine angespannte Stimmungslage hinweise, so Dittrich gegenüber der noz.
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