AfD-Doppelspitze Weidel und Chrupalla setzt auf Machtanspruch und interne Durchgriffe

AfD-Bundesvorstand bestätigt Doppelspitze Weidel/Chrupalla

Frankfurt (ots) – Alice Weidel und Tino Chrupalla bleiben weiterhin an der Spitze der AfD. Während Chrupallas Ergebnis im Vergleich zu vor zwei Jahren zurückging, verharrte Weidel auf ihrem bisherigen Niveau. Die Führungsstruktur innerhalb der Partei ist damit eindeutig geklärt.

Einfluss der Flügel innerhalb des Bundesvorstands

Deutlicher wurde die Entwicklung bei den übrigen Mitgliedern des Bundesvorstands: Weidel konnte ihre Vertrauten und Netzwerkpartner durchsetzen, ebenso der thüringische Rechtsextremist und Gastgeber Björn Höcke. Diese Konstellation verdeutlicht die strategische Ausrichtung der Partei. Die AfD strebt eine stärkere Professionalisierung an, will intern konsequenter vorgehen und bereitet sich darauf vor, politische Macht zu erlangen.

Proteste gegen die AfD und Höckes Äußerungen

Gegen diese Entwicklung protestierten Zehntausende Menschen auf den Straßen und Plätzen Erfurts. Björn Höcke reagierte darauf mit der Bezeichnung der Demonstrierenden als „Seelenverwundete“. Zudem forderte er, die „gebrochene deutsche Identität“ zu heilen – eine Aussage, die als überheblich und gefährlich bewertet wird und die Notwendigkeit der Proteste unterstreicht.

Ausblick und Bedeutung für die Demokratie

Die AfD bereitet sich darauf vor, politische Verantwortung zu übernehmen und dabei nicht sofort zu scheitern. Dies stellt auch ihre Gegnerinnen und Gegner vor Herausforderungen. Alle, die sich für die demokratische Ordnung einsetzen, müssen sich intensiver auf diese Situation einstellen.

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