Straubing (ots)
Es wäre verfehlt, die drastische Aktion des Bürgermeisters einer Gemeinde mit 1.700 Einwohnern lediglich als politischen Ausrutscher zu bewerten. Denn die Kritik, die er in seiner Anklageschrift gegen seine eigene Partei erhebt, spiegelt die Unzufriedenheit vieler Christdemokraten im Osten Deutschlands wider.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte mit dem Versprechen einer konservativen Wende nach den Merkel-Jahren die Erwartungen vieler geweckt und erklärt: „Links ist vorbei“. Die Enttäuschung über das Ausbleiben dieser politischen Wende ist entsprechend groß.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach möglichen Alternativen. Eine Annäherung an die AfD wird von vielen als riskant eingeschätzt. Sollte die CDU versuchen, durch Kooperationen mit der AfD aus ihrer gegenwärtigen Krise herauszukommen, drohen interne Zerwürfnisse. Solche Bündnisse könnten für die Christdemokraten nur nachteilig sein.
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