Historikerin bewertet Trumps Präsidentschaft als Krise der US-Demokratie
Osnabrück (ots)
Die Historikerin und Autorin Christina Morina bezeichnet die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump als eine beispiellose Krise für die Demokratie in den Vereinigten Staaten. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) zog Morina, die ein Jahr in den USA lehrte und ein Buch über diese Zeit verfasste, einen Vergleich zum Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert, der als einziger Zeitraum noch gravierender gewesen sei.
Verletzung rechtsstaatlicher Prinzipien
Morina hebt hervor, dass Trumps Präsidentschaft zahlreiche Verwerfungen mit sich brachte und wiederholt gegen rechtsstaatliche Grundsätze sowie die Verfassung verstoßen wurde. Diese Entwicklungen hätten tiefgreifende gesellschaftliche Erschütterungen ausgelöst.
Zeichen der Widerstandsfähigkeit der Demokratie
Obwohl die demokratischen Institutionen unter starkem Druck standen, sieht die Professorin der Universität Bielefeld auch positive Ansätze. Sie betont, dass zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen aktiv Widerstand gegen Trumps Bestrebungen leisten, die Demokratie zu untergraben. Dies geschehe durch rechtliche Schritte, Demonstrationen, finanzielle Unterstützung und alltägliche Solidarität.
- Auch in ländlichen und konservativen Regionen sei eine tief verwurzelte Empörung und ein ziviler Trotz gegenüber den Regierungsübergriffen spürbar.
- Der Jeffrey-Epstein-Skandal sowie der Konflikt im Iran hätten zudem zu erheblichen Spannungen innerhalb der MAGA-Bewegung geführt.
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