Warnung vor den Folgen einer AfD-geführten Landesregierung für die Schulbildung in Sachsen-Anhalt

Schulministerin Feller warnt vor Konsequenzen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt

Düsseldorf (ots) – Die nordrhein-westfälische Schulministerin Dorothee Feller äußerte Bedenken hinsichtlich der möglichen Folgen einer von der AfD geführten Landesregierung in Sachsen-Anhalt. Im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstagausgabe) betonte sie, dass die Umsetzung des AfD-Wahlprogramms dazu führen könnte, dass Schulabschlüsse aus Sachsen-Anhalt außerhalb des Bundeslandes nicht mehr anerkannt werden.

Feller erklärte, dass dies zahlreiche berufliche Perspektiven für Schülerinnen und Schüler einschränken würde. So könnten Abiturienten aus Sachsen-Anhalt beispielsweise nicht mehr in Nordrhein-Westfalen ein Studium aufnehmen. Auch ein Schulwechsel von Familien, die in andere Bundesländer ziehen, würde dadurch erschwert.

Bruch mit bundesweiten Bildungsstandards befürchtet

Die AfD plant laut ihrem Programm unter anderem, die Schulpflicht abzuschaffen und durch eine „Bildungspflicht“ zu ersetzen, die Hausunterricht erlaubt. Sollte Sachsen-Anhalt diese Vorgaben umsetzen, würde dies gegen die Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz verstoßen, die eine Gleichwertigkeit des Abiturs in allen Bundesländern sicherstellen sollen.

Feller erläuterte, dass die Kernlehrpläne, über die alle Bundesländer gemeinsam abstimmen, festlegen, welche Kompetenzen in den einzelnen Fächern vermittelt werden und welche Standards erreicht werden müssen. Ein Abweichen von diesen Plänen würde die Vergleichbarkeit der Schülerleistungen zwischen den Ländern infrage stellen.

Unterstützung für Initiative zur Stärkung der Schulpflicht

Als Reaktion auf die AfD-Pläne will Thüringen eine Bundesratsinitiative starten, um die Bedeutung der allgemeinen Schulpflicht zu betonen. Diese Initiative wird von Feller ausdrücklich unterstützt. Sie hob hervor, dass die Schulpflicht jedem Kind das Recht auf Bildung garantiere und Schule mehr als reine Wissensvermittlung sei. Schule fördere das soziale Miteinander, Diskussionen und Demokratiebildung.

Weiterführende Informationen

Quelle und weiterführender Artikel: www.ksta.de/1297071

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