Angst und Politik in Berlin: Die Kontroversen um Elif Eralp

Berlin (ots)

Elif Eralp, Vorsitzende der Linksfraktion in Berlin, wird je nach Perspektive entweder als Antisemitin oder Zionistin, als radikale Revolutionärin oder als gemäßigte Reformerin dargestellt. Aktuell wird ihr zudem vorgeworfen, ein Sicherheitsrisiko darzustellen und als Regierende Bürgermeisterin ungeeignet zu sein, weil sie Empfehlungen des Landeskriminalamts ernst nimmt und sich vor Kriminalität sowie Terrorismus fürchtet. Verschiedene Medien kritisieren sie dafür, wobei sie oft Ängste vor Kriminalität und Terror zur Steigerung von Klickzahlen im Internet nutzen.

Fachleute aus der Psychologie betonen, dass Angst eine wichtige Schutzfunktion in gefährlichen Situationen erfüllt. Sie verhindert beispielsweise, dass Wanderer zu nah an gefährliche Abgründe treten oder Autofahrer unverantwortlich schnell fahren, was das Unfallrisiko deutlich reduziert. Diese Form der Angst ist als gesund und notwendig einzustufen.

Angst um die Demokratie kann Regierungen motivieren, Maßnahmen gegen Armut und soziale Ungerechtigkeit zu ergreifen, um den Aufstieg extremistischer Parteien zu verhindern. Ebenso kann die Furcht vor Krieg und Zerstörung Staaten davon abhalten, Konflikte zu provozieren. Insgesamt mangelt es an Politikern, die solche berechtigten Ängste ernst nehmen.

Demgegenüber steht die krankhafte Angststörung, die Betroffene daran hindert, ihr Zuhause zu verlassen. In Berlin soll den Wählern eine derartige Angst vor Elif Eralp vermittelt werden. SPD und Grüne scheuen offenbar eine Koalition mit der Linken, da sie befürchten, dass dadurch wirtschaftliche Interessen großer Unternehmen beeinträchtigt werden könnten. Diese Befürchtungen führen zu einer gezielten Panikmache.

Pressekontakt:

nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722

Original-Content von: nd.DerTag / nd.DieWoche, übermittelt durch news aktuell