Linken-Politiker Pantisano fordert einheitliche Rentenversicherung für alle Berufsgruppen
Osnabrück (ots) – Kurz vor der Veröffentlichung des Berichts der Rentenkommission spricht sich Luigi Pantisano, Bundestagsabgeordneter der Linken und Kandidat für den Co-Vorsitz der Partei, für die Integration sämtlicher Berufsgruppen in die gesetzliche Rentenversicherung aus.
Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ kritisierte Pantisano, dass Abgeordnete und Beamte bislang nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, jedoch nach vergleichsweise kurzer Dienstzeit im Parlament höhere Rentenansprüche erwerben als Arbeitnehmer nach jahrzehntelanger Beschäftigung. Er bezeichnete diese Privilegien als nachvollziehbar empörend für die breite Arbeitnehmerschaft.
Die Bundesregierung bereitet derzeit eine umfassende Rentenreform vor, deren Ziel es ist, die Altersvorsorge langfristig zu sichern. Der Bericht der Rentenkommission wird in der kommenden Woche erwartet.
Keine Rentenkürzungen, aber mehr Solidarität gefordert
Pantisano lehnt Rentenkürzungen ab und weist darauf hin, dass insbesondere die Politiker selbst hohe Kosten verursachen. Er verwies darauf, dass er als Bundestagsabgeordneter innerhalb von 15 Monaten zwei Gehaltserhöhungen erhalten habe. Seiner Ansicht nach müsse das bestehende System abgeschafft werden, sodass alle Berufsgruppen – darunter Politiker, Beamte und Selbstständige – in eine gemeinsame, solidarische Rentenkasse einzahlen.
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