FDP-Generalsekretär sieht verlorene Wahlen nicht als Scheitern des neuen Kurses

Osnabrück (ots)

FDP-Generalsekretär Martin Hagen bewertet die jüngsten Landtagswahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt nicht als gescheiterten Versuch der neuen Parteiführung unter Wolfgang Kubicki. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) erklärte Hagen, dass die Wahlen zu früh stattfanden, um bereits Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der laufenden Neuausrichtung der Partei zu ziehen. Der derzeitige Aufwärtstrend auf Bundesebene sei noch nicht ausreichend, um auch in Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern positive Effekte zu erzielen.

Nach Ansicht Hagens werden erst die Landtagswahlen im kommenden Frühjahr in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein zeigen, ob die strategische Neuausrichtung erfolgreich ist. Er äußerte sich zuversichtlich, dass die FDP in diesen Bundesländern gute Ergebnisse erzielen werde.

Darüber hinaus prognostiziert Hagen tiefgreifende Veränderungen im deutschen Parteiensystem. Er beobachtet den Zerfall der traditionellen Volksparteien: Während die SPD diesen Status bereits verloren habe, befinde sich die CDU aktuell in einem ähnlichen Prozess. Aus diesen Entwicklungen könnten sich neue Chancen für die FDP ergeben.

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