VW-Aufsichtsratssitzung: Kritik an Konzernvorstand wegen Werksschließungen
Osnabrück (ots) – Im Vorfeld der Entscheidung des VW-Aufsichtsrates zu den geplanten Schließungen von Werken äußert Luigi Pantisano scharfe Kritik am Vorstand des Konzerns. Der Vorsitzende der Linkspartei erklärte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz), die Beschäftigten seien zurecht verärgert, da sie die Gewinne erwirtschafteten, die VW weiterhin täglich generiere.
Die Mitarbeiter hätten sich auf die Transformation des Unternehmens eingestellt und benötigten lediglich einen klaren Plan. Pantisano bemängelte, dass das Management keine Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern übernehme, die durch ihre Arbeit die Vorstandsboni ermöglichten. Stattdessen fühle sich das Management ausschließlich den Aktionären verpflichtet.
Besonders empörend sei für ihn die Tatsache, dass die Bundesregierung seiner Ansicht nach mit dem Management gegen die Interessen der Beschäftigten zusammenarbeite. Er bezog sich dabei auf die Reformvorhaben der Berliner Koalition und betonte, dass der Staat eine erhebliche Verantwortung für die Menschen trage, deren Existenzen an den betroffenen Werken hingen.
Aus diesem Grund habe er an der Kundgebung der Beschäftigten vor dem VW-Werk in Salzgitter teilgenommen, um ein deutliches Zeichen gegen eine „profitgetriebene Konzernleitung und eine ignorante Politik“ zu setzen.
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