Vakuum in der politischen Mitte: Bürgerliche Parteien müssen aktiv werden

Straubing (ots)

Zwischen den etablierten Parteien CDU/CSU, SPD und Grünen sowie den extrem rechten Kräften klafft eine Lücke, in die zunehmend auch Bürger aus der gesellschaftlichen Mitte abrutschen – oft aus Protest. Die Verbreitung von Verschwörungstheorien und Hetze im Internet trägt maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie darauf reagiert werden kann. Deutlich wird, dass die bürgerlichen Parteien bisher zu wenig inhaltliche Debatten führen. Ihre Lösungsansätze orientieren sich häufig primär an den Interessen ihrer jeweiligen Wählerschaft, anstatt gesamtgesellschaftliche Probleme umfassend anzugehen.

Im Gegensatz zur historischen Katastrophe des Dritten Reichs, als eine große Anzahl der Bevölkerung einer radikalisierten Ideologie folgte, besteht heute weiterhin die Möglichkeit, breite Bevölkerungsschichten mit überzeugender Politik zu erreichen. Dies belegen die hohen Zustimmungswerte für Politiker wie Hendrik Wüst in Nordrhein-Westfalen sowie Daniel Günther in Schleswig-Holstein. Die gesellschaftliche Mitte bleibt lebendig.

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