Wirtschaftsweise Grimm kritisiert Rentenreform und fordert umfassendere Maßnahmen

Wirtschaftsexpertin Grimm kritisiert Debatte um Rente mit 63

Berlin (ots)

Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, äußerte sich kritisch zur Diskussion über den Verbleib der Rente mit 63. Im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch-Ausgabe) bezeichnete sie die Debatte als unverständlich. Ihrer Ansicht nach belaste die aktuelle Rentenreform die jüngere Generation bereits übermäßig, und eine Beibehaltung der Rente mit 63 würde die Wirksamkeit der Reform weiter mindern.

Grimm forderte stattdessen eine umfassendere Reform: „Anstatt Elemente der Reform zurückzunehmen, müsste man eigentlich deutlich weitergehende Maßnahmen ergreifen.“ Die von der Koalition geplanten Maßnahmen reichten nicht aus, um die langfristige Stabilität der gesetzlichen Rentenversicherung zu gewährleisten. Insbesondere kritisierte sie die Festlegung einer Haltelinie, die ihrer Meinung nach eine falsche Richtung darstelle.

Die Koalition hatte sich im ersten Rentenpaket für das Jahr 2025 auf eine gesetzliche Untergrenze des Rentenniveaus von 48 Prozent bis zum Jahr 2031 verständigt.

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