Heidelberg (ots)
Die Bundesregierung wird aufgefordert, die von Experten vorgeschlagenen Reformmaßnahmen im Rentensystem umzusetzen. Innerhalb der Koalition konnten sich alle Parteien in bestimmten Punkten durchsetzen: Die Union erreichte eine spätere Altersgrenze für den Renteneintritt, während die SPD Ausnahmen für Härtefälle durchsetzen konnte. Zudem ist vorgesehen, dass künftig auch Politiker Beiträge in die Rentenkasse einzahlen, und es wird geprüft, ob dies auch für Beamte gelten soll.
Diese Maßnahmen zeigen einen gewissen Weitblick seitens der Koalitionäre. Allerdings ist zu beachten, dass die meisten Reformen erst zu Beginn der 2030er Jahre wirksam werden. Bis dahin gehen die meisten Angehörigen der Babyboomer-Generation noch zu den bisherigen Konditionen in Rente. Dies bedeutet, dass kurzfristig keine Entlastung für die Rentenkasse oder den Bundeshaushalt zu erwarten ist. Bereits jetzt fließt nahezu jeder vierte Euro des Bundeshaushalts in die Rentenfinanzierung.
Die Rentenkommission scheint somit in den vergangenen Monaten eine langfristige Perspektive eingenommen zu haben. Die Verzögerung des Reformbeginns wird von der Bundesregierung vermutlich positiv aufgenommen.
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