Frankfurt (ots)
Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigen aktuelle Umfragen deutliche Veränderungen. Die SPD, die noch vor wenigen Wochen mit dem Überschreiten der Fünf-Prozent-Hürde zu kämpfen hatte, verzeichnet nun kontinuierliche Zugewinne. Auch die Grünen, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren in den Umfragen kaum über fünf Prozent kamen, stabilisieren sich mittlerweile oberhalb dieser Marke.
Ob die überparteiliche Initiative „Taktisch wählen“ die demokratische Wählerschaft mobilisiert hat, lässt sich nicht eindeutig feststellen. Für das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hingegen sind die jüngsten Umfragewerte enttäuschend. Die Partei befindet sich auf einem absteigenden Kurs, was offenbar auf die jüngste Wendung zurückzuführen ist, die den Eindruck erweckt, sie könnte im Zweifelsfall eine Regierung mit Unterstützung der AfD tolerieren. Diese Haltung stößt bei den Wählern auf Ablehnung.
Die Bildung einer Regierung, die die AfD ausschließt, wird voraussichtlich nur mit Beteiligung der weiterhin starken Linken möglich sein. Die CDU steht vor der Herausforderung, ihre Position zu überdenken und zu zeigen, ob sie die aktuellen politischen Entwicklungen erkannt hat.
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