BSW sieht sich nach Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als einflussreichen Akteur
Halle/Magdeburg (ots)
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) positioniert sich nach der jüngsten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als wesentlicher Faktor für die zukünftige parlamentarische Arbeit. Im Podcast „2,1 Millionen“ der Mitteldeutschen Zeitung und Volksstimme erläuterte Claudia Wittig, Co-Vorsitzende der BSW-Landtagsfraktion, die politische Ausrichtung ihrer Partei. Demnach sei man offen für Gespräche mit der AfD, schließe jedoch eine Koalition oder die Unterstützung eines AfD-Ministerpräsidenten aus.
Klare Abgrenzung gegenüber AfD-Spitzenkandidaten
Wittig stellte unmissverständlich klar, dass das BSW weder den AfD-Fraktionsvorsitzenden Ulrich Siegmund noch Sven Schulze von der CDU als Ministerpräsidenten unterstützen werde. Spekulationen über eine mögliche Änderung dieser Haltung wies sie entschieden zurück: „Wir haben uns frühzeitig und eindeutig positioniert und werden uns enthalten.“
Vorschlag für überparteilichen Ministerpräsidenten
Stattdessen setzt das BSW auf die Idee eines überparteilichen Regierungschefs ohne Parteibuch, der die verhärteten Fronten im Landtag überwinden soll. Wittig bestätigte, dass bereits eine Person für dieses Amt ins Auge gefasst wurde, die grundsätzlich bereit sei, diese Aufgabe zu übernehmen. Einen konkreten Namen nannte sie jedoch nicht. Entscheidend sei, eine Persönlichkeit zu finden, die sowohl innerhalb des AfD-Lagers als auch bei den übrigen Parteien Anerkennung genießt und als verbindende Kraft fungieren kann.
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